Mailchimp-Alternative auf Deutsch: 5 Anbieter für den DACH-Raum
Mailchimp ist weltweit der bekannteste Newsletter-Dienst – doch gerade für deutschsprachige Unternehmen sprechen mehrere Gründe, sich Alternativen anzusehen. Wir stellen fünf Anbieter vor, die für den DACH-Raum gebaut oder darauf eingerichtet sind.
Warum überhaupt eine Alternative zu Mailchimp?
Drei Argumente sprechen für einen europäischen Anbieter:
- DSGVO: Bei EU-Anbietern mit Servern in der Union ist der Datenschutz einfacher dokumentierbar – aufwendige Datenübermittlungen in die USA entfallen.
- Deutscher Support: Bei Fragen zur Einrichtung, zum Double-Opt-in oder bei Zustellproblemen hilft ein deutschsprachiger Support per E-Mail oder Telefon deutlich schneller.
- Zustellbarkeit: Deutsche Freemail-Dienste wie GMX, Web.de und T-Online filtern streng. Europäische Anbieter kennen diese Filterlandschaft, ihre Absender-Infrastruktur ist darauf eingerichtet.
Hinzu kommen praktische Punkte: Rechnungen in Euro, deutsche Oberflächen und Verträge auf Deutsch.
Ein Wort zum Wechsel: Wer von Mailchimp umzieht, muss Formulare, Automationen und Vorlagen neu aufbauen – planen Sie dafür ein bis zwei Wochen ein und informieren Sie Ihre Abonnenten nicht, die Technik wechselt unbemerkt. Beim Neustart dagegen kostet die richtige Wahl von Anfang an nichts Extra.
Die 5 Anbieter im Überblick
| Anbieter | Standort | Abrechnung | Gratis-Start | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| CleverReach | Deutschland | Abonnenten | Ja | Guter Editor, fairer Preis |
| KlickTipp | Deutschland | Abonnenten | Nein | Verkaufs-Serien, Zustellbarkeit |
| Brevo (vormals Sendinblue) | Frankreich | E-Mails pro Tag | Ja | Günstig bei großen Listen |
| rapidmail | Deutschland | Abonnenten | Nein | Telefonische Beratung |
| Mailjet | Frankreich | E-Mails pro Monat | Ja | Newsletter plus transaktionale E-Mails |
Die Anbieter im Kurzporträt
1. CleverReach – der ausgewogene Allrounder
Die deutsche Software punktet mit einem einfachen Drag-&-Drop-Editor, Double-Opt-in ab Werk und einem kostenlosen Einstieg für kleine Listen. Für Einsteiger, die DSGVO-konform starten wollen, ist das einer der unkompliziertesten Wege – Details im direkten Vergleich mit KlickTipp.
2. KlickTipp – der Verkaufs-Spezialist
Teurer als die Konkurrenz, aber stark, wenn die Liste verkaufen soll: bedingte Nachfass-Serien, Tagging und solide Zustellraten in deutsche Postfächer. Die ausführliche Einschätzung steht im KlickTipp-Erfahrungsbericht.
3. Brevo – der Preis-Tipp für große Listen
Der französische Anbieter rechnet nach versendeten E-Mails pro Tag statt nach Abonnenten. Wer eine große Liste nur wenige Male pro Woche anschreibt, zahlt hier oft deutlich weniger als bei abonnentenbasierten Tarifen.
4. rapidmail – der Service-Faktor
Ebenfalls aus Deutschland, bewusst einfach gehalten und mit telefonischer Beratung – angenehm für alle, die sich beim Einrichten Unterstützung am Telefon wünschen. Automationen fallen dafür rudimentärer aus.
5. Mailjet – Newsletter plus Bestell-Mails
Mailjet kombiniert Marketing-Mails mit transaktionalen E-Mails (etwa Bestellbestätigungen) in einem Konto. Praktisch für kleine Shops, die beide Mailarten aus einem System versenden wollen.
Für wen lohnt sich welcher Anbieter?
- Einsteiger mit kleinem Budget: CleverReach (kostenlos starten)
- Verkaufsorientierte Serien auf Deutsch: KlickTipp
- Große Liste, geringe Frequenz: Brevo
- Beratungsbedarf am Telefon: rapidmail
- Newsletter und Bestell-Mails aus einem System: Mailjet
Fazit
Mailchimp ist kein schlechtes Werkzeug – aber für den DACH-Raum gibt es Passgenaueres: europäische Server, deutsche Ansprechpartner und Zustellbarkeit, die auf GMX & Co. ausgelegt ist. Ein Wechsel lohnt sich besonders beim Neustart; später kostet er Zeit, weil Formulare und Serien neu aufgebaut werden müssen.
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026. Tarifdetails ohne Gewähr – maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.